Ein weiterer Berliner Shootingstar dieser Tage ist der Traditions Fußball Verein Hertha – zumindest in dieser Saison. Nachdem man aus der Ersten Bundesliga absteigen musste, ziert die blau-weiße Hertha nun schon seit mehreren Spieltagen die Spitze der Zweiten Fuball-Bundesliga.
Als Namensgeber stand ein Dampfer bei der Gründung des Sportvereins im Jahre 1892 Pate. Der Verein hat seitdem eine wechselvolle Geschichte erlebt, ebenso wie seine Stadt. Aus dem ehemaligen BFC Hertha 92 wurde im Jahr 1923 nach der Fusion mit dem Berliner Sport-Club die heutige Hertha BSC. Der Verein erreichte sechs mal das Finale der deutschen Fußball-Meisterschaft und kürte sich sowohl im Jahr 1930 als auch im Jahr 1931 zum Meister. Nachdem im Jahre 1963 die Bundesliga gegründet wurde, durchschritt die Hertha so ziemlich alle denkbaren Höhen und Tiefen. So wurde der Verein 1965 in die Regionalliga zurück versetzt und errang in der Spielzeit 1974/75 den Vizemeistertitel in der Ersten Bundesliga. Den vorläufigen sportlichen Höhepunkt bildete die Champions League in der ruhmreichen Saison 1999/2000. Die Hertha vereint heute die Fußballfans aus dem Osten und dem Westen der Hauptstadt.
Anno 2000 hat Hertha BSC mit dem Land Berlin eine Vereinbarung abgeschlossen, dass im heutigen Olympiapark, auf dessen Gelände sich das historische Olympiastadion befindet, ein neues Vereinszentrum gebaut werden darf. Bestandteile dieses Vereinszentrums sind das Profizentrum, die Fußball Akademie und die Geschäftsstelle.
Nicht nur in der Hauptstadt selbst sonder auch in den Bundesländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt hat die Hertha viele Fans. So hat der Verein mittlerweile 22 Partnerstädte aus diesen Regionen.
Zur Förderung ausgewählter Jugendprojekte in Kultur und Sport wurde die Hertha-Stiftung gegründet, die zur Integration Jugendlicher mit ausländischen Wurzeln beitragen soll.
Auch sozial engagiert sich Hertha BSC. So wurde unmittelbar nach der Tsunami Katastrophe Ende des Jahres 2004 die Aktion „Berlin hilft“ ins Leben gerufen. Hertha BSC versteht sich nicht ausschließlich als Fußballverein, sondern ebenso als gesellschaftlichen Faktor, der auch außerhalb des Sports seinen Einfluss geltend macht.